Ein Gerätehaus mit Pultdach hat eine einzige, schräge Dachfläche. Dadurch ist es auf einer Seite hoch und auf der anderen niedrig, was es zum Spezialisten für die Aufstellung an Hauswand, Garage, Mauer oder Grundstücksgrenze macht. Die Form wirkt modern und lässt sich gut in kleine Gärten einfügen.
Hier vergleichst du Pultdach-Gerätehäuser verschiedener Händler. Die Kaufberatung hilft dir bei der wichtigsten Frage dieser Bauform: Wohin zeigt die hohe Seite? Außerdem geht es um Türposition, Regenwasser, Anlehnmodelle und die passende Größe.
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Die Ausrichtung entscheidet: hohe und niedrige Seite
Beim Pultdach gibt es zwei typische Aufstellungen, und die Wahl beeinflusst Nutzung und Optik:
- Niedrige Seite zur Wand oder Grenze: Das Wasser läuft nach hinten ab, die hohe Seite mit Tür zeigt in den Garten. So hast du vorne die größte Durchgangshöhe und kannst hohe Geräte bequem ein- und ausräumen. Gut an der Grundstücksgrenze, weil dort die Bauhöhe gering bleibt.
- Hohe Seite zur Wand: Das Dach fällt zum Garten hin ab, das Wasser läuft nach vorn. Das wirkt wie ein Anbau ans Haus und ist typisch für Anlehngerätehäuser. Die Tür sitzt dann oft an der Seite oder vorne an der niedrigeren Front.
Plane mit, wohin das Regenwasser fließt. Läuft es an die Hauswand, muss eine Rinne es zuverlässig ableiten, damit die Fassade und das Fundament nicht dauerhaft nass werden. Zum Nachbarn darf kein Dachwasser laufen.
Anlehngerätehaus oder freistehend?
Viele Pultdach-Gerätehäuser sind als Anlehnmodell konzipiert: Sie haben eine vollständige Rückwand und werden mit Abstand vor eine bestehende Wand gestellt. Andere sind freistehend und von allen Seiten verkleidet. Echte Anbauten ohne eigene Rückwand gibt es auch, sie werden direkt an der Hauswand befestigt. Das spart Material, erfordert aber eine sorgfältige Abdichtung des Anschlusses und kann je nach Region baurechtlich anders bewertet werden.
| Variante | Vorteil | Worauf achten |
|---|---|---|
| Anlehnmodell mit Rückwand | schmal, eigenständig, flexibel versetzbar | Abstand zur Wand für Belüftung lassen |
| Freistehendes Pultdachhaus | überall im Garten aufstellbar | Wetterseite und Wasserablauf beachten |
| Anbau ohne Rückwand | maximaler Innenraum, direkter Wandbezug | Wandanschluss dicht ausführen, Fassade schützen |
Innenraum sinnvoll nutzen
Die unterschiedliche Höhe ist beim Einräumen ein Vorteil, wenn du sie einplanst. An der hohen Seite haben Besen, Rechen, Leitern und hohe Regale Platz. Unter der niedrigen Seite stehen Rasenmäher, Kisten mit Blumenerde oder eine Werkbank. Schmale Anlehnmodelle sind oft nicht tief genug für einen großen Mäher, eignen sich aber hervorragend für Werkzeug, Gartenmöbelauflagen oder als Mülltonnen- und Fahrradunterstand.
Licht durch die hohe Front
Auf der hohen Seite lässt sich ein Fensterband oder Oberlicht einbauen. Das bringt Tageslicht in den Innenraum, ohne dass du Wandfläche für Regale verlierst. Viele Holz-Gerätehäuser mit Pultdach haben deshalb vorne ein schmales Fenster über der Tür.
Dachneigung, Eindeckung und Material
Pultdächer an Gerätehäusern haben meist eine flache bis mittlere Neigung. Je geringer die Neigung, desto wichtiger ist eine dichte Eindeckung. Bei Holzhäusern ist Dachpappe oder Bitumenschindel üblich, bei Metallhäusern Trapezblech, bei Kunststoffhäusern Kunststoffpaneele. Die Materialwahl folgt denselben Überlegungen wie bei jedem Gerätehaus:
- Holz: warme Optik, gut individuell anpassbar, braucht regelmäßigen Anstrich.
- Metall: pflegeleicht und schlank, an der Hauswand oft unauffälliger in Anthrazit.
- Kunststoff: leicht und pflegefrei, in kleinen Größen besonders praktisch für Balkon und Terrasse.
Größe planen und Grenzregeln beachten
Miss vor dem Kauf nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Höhe an der Wand. Fensterbänke, Rollladenkästen, Außenlampen oder Lüftungsgitter dürfen nicht verdeckt werden. An der Grundstücksgrenze sind Höhe und Länge von Nebengebäuden je nach Bundesland begrenzt, die Regeln zur sogenannten Grenzbebauung unterscheiden sich deutlich. Frag im Zweifel beim Bauamt nach, bevor du bestellst. Prüfe auch, ob die Türen ganz aufgehen, wenn das Gerätehaus in einer Nische steht.
Pultdach-Gerätehaus im kleinen Garten
In Reihenhausgärten und schmalen Grundstücken ist jeder Meter wertvoll. Ein Pultdach-Gerätehaus nutzt die Randbereiche, die sonst kaum gebraucht werden: den Streifen neben der Terrasse, die Ecke an der Garage oder den Platz hinter der Hecke. Weil die niedrige Seite wenig aufträgt, wirkt das Häuschen weniger massiv als ein gleich großes Satteldachhaus. Wenn du es an der Terrasse aufstellst, kann die Dachfläche sogar als Rankhilfe für Kletterpflanzen oder als Träger für einen schmalen Blumenkasten dienen, sofern das Dach dafür ausgelegt ist. Achte bei sehr schmalen Modellen darauf, dass die Tür breit genug für Schubkarre und Rasenmäher ist; manchmal ist eine Seitentür an der Stirnseite die praktischere Lösung.
Aufbau und Fundament
Wie jedes Gerätehaus braucht auch das Pultdachmodell ein ebenes, tragfähiges Fundament. Bei Anlehnmodellen muss das Fundament auch an der Wandseite gut ausgeführt sein, wo Regenwasser von Dach und Fassade zusammenkommt. Ein Kiesstreifen zwischen Fundament und Hauswand verhindert Spritzwasser. Bei Holzmodellen solltest du alle Teile vor dem Aufbau grundieren, besonders die Rückwand, an die du später kaum noch herankommst.
Preise vergleichen bei Pultdach-Gerätehäusern
Anlehnmodelle sind durch die geringere Tiefe oft günstiger als freistehende Häuser gleicher Breite. Der Preis steigt mit Wandstärke, Fenstern, Doppeltür und Dacheindeckung. Bei Holzhäusern ist die Dachpappe nicht immer im Lieferumfang, bei Metallhäusern das Fundament nicht. Vergleiche deshalb den kompletten Lieferumfang und rechne Speditionskosten ein. Viele Händler reduzieren Gerätehäuser zum Saisonende im Spätsommer.
Ein Preisunterschied, der auf den ersten Blick klein wirkt, kann sich beim Aufbau relativieren: Vormontierte Wandelemente sparen viele Stunden Arbeit, während Bausätze aus Einzelbrettern günstiger sind, aber mehr Zeit und Werkzeug erfordern. Rechne deinen eigenen Aufwand ehrlich mit ein.
Häufige Fragen
Wohin soll die hohe Seite beim Pultdach-Gerätehaus zeigen?
Steht das Gerätehaus an der Grundstücksgrenze, zeigt die niedrige Seite meist zur Grenze, damit die Bauhöhe dort gering bleibt und das Wasser nicht zum Nachbarn läuft. An der Hauswand wird oft die hohe Seite zur Wand gestellt, damit es wie ein Anbau wirkt. Entscheidend ist, dass Regenwasser kontrolliert abgeleitet wird.
Was ist ein Anlehngerätehaus?
Ein Anlehngerätehaus ist ein meist schmales Gerätehaus mit Pultdach, das vor eine bestehende Wand gestellt wird. Es hat in der Regel eine eigene Rückwand und ist damit eigenständig. Es eignet sich für Werkzeug, Mülltonnen, Fahrräder oder Gartenmöbel-Auflagen und spart Platz in kleinen Gärten, Reihenhausgärten oder auf großen Terrassen.
Wie viel Abstand muss ein Gerätehaus zur Hauswand haben?
Bei Anlehnmodellen mit eigener Rückwand empfiehlt sich ein kleiner Luftspalt, damit Feuchtigkeit abziehen kann und weder Fassade noch Rückwand dauerhaft nass werden. Wie viel Abstand nötig ist, steht oft in der Aufbauanleitung. Achte zusätzlich auf Fenster, Lüftungsöffnungen und Lichtschächte, die frei bleiben müssen.
Welche Dachneigung hat ein Pultdach am Gerätehaus?
Gerätehäuser haben meist eine flache bis mittlere Pultdachneigung. Die genaue Gradzahl unterscheidet sich je nach Modell und steht in den technischen Daten. Wichtig ist, dass die Dacheindeckung zur Neigung passt: Bei sehr flachen Dächern sind Bitumenschweißbahnen oder EPDM besser geeignet als Bitumenschindeln, die eine Mindestneigung brauchen.
Ist ein Pultdach-Gerätehaus besser als eines mit Satteldach?
Das hängt vom Standort ab. Vor einer Wand oder an der Grenze ist das Pultdach praktischer, weil es Platz spart und das Wasser in eine Richtung ableitet. Freistehend mitten im Garten wirkt ein Satteldach klassischer und bietet in der Mitte mehr Höhe. Optisch passt das Pultdach besser zu modernen Häusern.
Preise und Verfügbarkeiten können sich kurzfristig ändern. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Händlers zum Zeitpunkt des Kaufs. Einige Links sind Affiliate-Links.
