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Bohrfutter: Preise vergleichen & richtiges Futter wählen

Das Bohrfutter ist die Spannvorrichtung, die Bohrer, Bits und andere Einsatzwerkzeuge in der Maschine festhält. Es gibt Bohrfutter als Ersatzteil für Bohrmaschine und Akkuschrauber, als Wechselfutter für Bohrhämmer und als kleinen Adapter mit Sechskantschaft, der aus einem Schlagschrauber oder einer Bitaufnahme eine Bohrmaschine macht. Welches Futter passt, hängt von der Aufnahme deiner Maschine, der Spannweite und der Art der Arbeit ab.

Auf dieser Seite vergleichst du Bohrfutter verschiedener Bauarten bei mehreren Händlern. Die Kaufberatung erklärt Schnellspann- und Zahnkranzbohrfutter, Gewinde- und Schaftaufnahmen, die richtige Spannweite und den Austausch eines verschlissenen Futters.

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Schnellspann- oder Zahnkranzbohrfutter?

Die beiden klassischen Bauformen unterscheiden sich vor allem darin, wie du den Bohrer spannst.

Bauform Spannen Stärken Schwächen
Schnellspannbohrfutter von Hand durch Drehen der Hülse schneller Werkzeugwechsel ohne Schlüssel, ideal für Akkuschrauber bei großen Bohrern und hohem Drehmoment rutschen eher
Zahnkranzbohrfutter mit Bohrfutterschlüssel sehr hohe Spannkraft, verlässlich bei großen Durchmessern und Schlagbohren Schlüssel nötig, Wechsel dauert länger
Einhülsen-Schnellspannfutter mit Arretierung eine Hülse, Spindel wird automatisch blockiert Bedienung mit einer Hand braucht Spindelarretierung der Maschine
SDS-Plus-Aufnahme Werkzeug wird eingesteckt und rastet ein für Bohrhämmer, Schlagenergie wird optimal übertragen nur für SDS-Werkzeuge, kein Rundschaft ohne Wechselfutter

Für Akkuschrauber und die meisten Heimwerkerarbeiten ist das Schnellspannbohrfutter Standard. Bei Schlagbohrmaschinen, Ständerbohrmaschinen und großen Holz- oder Metallbohrern kann ein Zahnkranzfutter die bessere Wahl sein, weil es kräftiger spannt und der Bohrer auch bei Belastung nicht durchrutscht.

Die Aufnahme: Wie wird das Bohrfutter befestigt?

Willst du ein Bohrfutter an einer Maschine tauschen oder nachrüsten, musst du wissen, wie es mit der Spindel verbunden ist. Gängig sind:

  • Gewindeaufnahme: Bei Bohrmaschinen und Akkuschraubern ist das Futter meist auf die Spindel geschraubt. Zölliges Feingewinde ist weit verbreitet, die genaue Größe steht in der Bedienungsanleitung oder im Ersatzteilkatalog.
  • Kegelaufnahme: Bei Ständer- und Tischbohrmaschinen sitzt das Futter oft auf einem Kegeldorn.
  • Sechskantschaft: Adapter-Bohrfutter für Bitaufnahmen, Schlagschrauber und Schnellwechselfutter.
  • SDS-Plus-Schaft: Wechselfutter für Bohrhämmer, um Rundschaftbohrer, Holzbohrer oder Bits zu nutzen.

Bei vielen Maschinen ist das Futter zusätzlich mit einer Sicherungsschraube mit Linksgewinde in der Spindel gesichert. Sie verhindert, dass sich das Futter beim Linkslauf löst. Diese Schraube musst du vor dem Wechsel herausdrehen, und zwar im Uhrzeigersinn.

Spannweite richtig wählen

Die Spannweite gibt an, welche Schaftdurchmesser das Futter aufnehmen kann. Kleine Akkuschrauber haben oft Futter mit geringerer Spannweite, Bohrmaschinen meist eine größere. Für Holzbohrer, Metallbohrer und Bits im Heimwerkeralltag reicht die Standardgröße fast immer. Für große Forstnerbohrer, Schlangenbohrer oder Stufenbohrer mit dickem Schaft brauchst du ein Futter mit entsprechend großer Spannweite. Achte auch auf die untere Grenze: Sehr dünne Bohrer für Feinarbeiten werden nicht von jedem Futter zuverlässig gehalten.

Bohrfutter-Adapter für Schlagschrauber und Bitaufnahmen

Ein kleines Bohrfutter mit Sechskantschaft ist ein beliebtes Zubehör. Damit spannst du Rundschaftbohrer in einem Akkuschlagschrauber oder in einem Schrauber, der nur eine Bitaufnahme hat. Das ist praktisch, wenn du unterwegs nur eine Maschine dabeihast.

Beachte aber die Grenzen: Ein Schlagschrauber arbeitet mit Drehimpulsen, die beim Bohren den Bohrer schnell beschädigen können, vor allem bei Metallbohrern. Für gelegentliche kleine Bohrungen in Holz funktioniert das, für präzise Bohrungen ist ein Bohrschrauber mit festem Bohrfutter besser. Außerdem verlängert der Adapter den Aufbau und erhöht den Rundlauffehler.

Wann muss ein Bohrfutter ausgetauscht werden?

Ein Bohrfutter verschleißt mit der Zeit. Anzeichen dafür:

  1. Bohrer rutschen durch, obwohl du fest spannst.
  2. Deutlicher Rundlauffehler: Die Bohrerspitze eiert sichtbar, Löcher werden größer als der Bohrer.
  3. Die Spannbacken schließen nicht mehr gleichmäßig oder klemmen.
  4. Die Hülse ist beschädigt oder lässt sich nur schwer drehen.

Zum Wechsel öffnest du das Futter ganz, entfernst die Sicherungsschraube und löst das Futter von der Spindel. Häufig sitzt es fest; ein kräftiger Inbusschlüssel, im Futter gespannt und mit einem kurzen Schlag gegen den Uhrzeigersinn gedreht, löst die Verbindung. Das neue Futter wird aufgeschraubt, angezogen und wieder gesichert. Wenn du unsicher bist, welches Gewinde deine Maschine hat, hilft die Bedienungsanleitung oder ein Blick in die Ersatzteilliste des Herstellers.

Pflege des Bohrfutters

Bohrstaub, besonders von Beton und Gips, setzt sich in den Backen fest und macht das Futter schwergängig. Blase es regelmäßig mit Druckluft aus und öffne und schließe es ein paar Mal vollständig. Ein Tropfen leichtes Öl an den Backen hilft, sollte aber sparsam sein, damit kein Staub daran klebt. Spanne Bohrer immer mittig und mit voller Schaftlänge, damit sich die Backen gleichmäßig abnutzen.

Bohrfutter-Schnellwechsel bei Akkuschraubern

Einige Akkubohrschrauber haben ein abnehmbares Bohrfutter, das per Schnellwechselsystem gegen einen Bithalter, einen Winkelvorsatz oder einen Exzenteraufsatz getauscht wird. Solche Aufsätze sind herstellerspezifisch und passen meist nur innerhalb der eigenen Serie. Prüfe daher vor dem Kauf eines Ersatzfutters, ob deine Maschine eine solche Systemaufnahme hat.

Beim Spannen gilt: Bits und Bohrer immer so tief wie möglich einsetzen und nicht nur an der Spitze des Schafts greifen lassen. So verteilt sich die Kraft auf die volle Backenlänge.

Bohrfutter kaufen: worauf beim Preis achten?

Einfache Adapterfutter mit Sechskantschaft sind günstig. Hochwertige Schnellspannfutter mit Metallhülse, präzisem Rundlauf und hoher Spannkraft kosten deutlich mehr, halten aber auch länger. Für Ersatzfutter lohnt sich die Suche nach Qualität: Ein billiges Futter mit schlechtem Rundlauf macht selbst eine gute Bohrmaschine ungenau.

Vergleiche beim Kauf neben dem Preis die Angaben zu Spannweite und Gewinde. Ein falsches Gewinde lässt sich nicht nachträglich anpassen, und Rücksendungen kosten Zeit. Wenn du ohnehin Bohrer oder Bits bestellst, bündle die Bestellung, um zusätzliche Versandkosten zu vermeiden.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, welches Bohrfutter auf meine Maschine passt?

Entscheidend sind Aufnahme und Gewinde der Spindel. Die Angaben findest du in der Bedienungsanleitung, auf dem Typenschild oder in der Ersatzteilliste des Herstellers. Meist ist es ein zölliges Feingewinde. Notiere außerdem die gewünschte Spannweite. Bei Ständerbohrmaschinen kann statt eines Gewindes ein Kegeldorn verbaut sein, dann brauchst du ein Futter mit passendem Kegel.

Was ist besser: Schnellspann- oder Zahnkranzbohrfutter?

Für Akkuschrauber und die meisten Heimwerkerarbeiten ist das Schnellspannbohrfutter praktischer, weil du ohne Schlüssel wechseln kannst. Ein Zahnkranzbohrfutter spannt kräftiger und ist bei großen Bohrern, Schlagbohren und Ständerbohrmaschinen im Vorteil. Wer häufig mit großen Durchmessern in Metall bohrt, profitiert von der höheren Spannkraft.

Wie löse ich ein festsitzendes Bohrfutter?

Öffne das Futter ganz und prüfe, ob innen eine Sicherungsschraube sitzt. Sie hat meist Linksgewinde und wird im Uhrzeigersinn herausgedreht. Danach spannst du einen kräftigen Inbusschlüssel ins Futter und löst es mit einem kurzen, kräftigen Schlag gegen den Uhrzeigersinn. Die Maschine sollte dabei ausgeschaltet und der Akku entnommen sein.

Kann ich mit einem Bohrfutter-Adapter im Schlagschrauber bohren?

Für gelegentliche kleine Bohrungen in Holz funktioniert das. Die Schlagimpulse des Schlagschraubers belasten Bohrer und Futter jedoch stark, Metallbohrer können brechen und die Löcher werden weniger präzise und oft etwas zu groß. Für regelmäßiges oder genaues Bohren ist ein Bohrschrauber mit eigenem Bohrfutter die deutlich bessere Wahl.

Warum rutscht der Bohrer im Bohrfutter durch?

Häufig liegt es an Bohrstaub in den Backen, abgenutzten Spannbacken oder zu wenig Spannkraft. Reinige das Futter mit Druckluft und spanne den Bohrer fest und mittig. Bei Schnellspannfuttern hilft es, nach dem Anziehen kurz nachzuziehen. Rutscht der Bohrer weiterhin, ist das Futter verschlissen und sollte ausgetauscht werden.

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