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Katzenfutter: Nass- und Trockenfutter im Preisvergleich

Katzen sind reine Fleischfresser und stellen deshalb andere Ansprüche an ihr Futter als Hunde oder gar Menschen. Dazu kommt, dass viele Katzen von Natur aus wenig trinken und ausgesprochen wählerisch sind. Das richtige Futter zu finden, ist also mehr als eine Frage des Geschmacks.

Auf dieser Seite vergleichst du Katzenfutter bei verschiedenen Händlern. Die Kaufberatung erklärt, was Katzen ernährungsphysiologisch brauchen, warum Nassfutter für viele Katzen die bessere Basis ist, wie du Etiketten liest, welches Futter zu Kitten, Senioren und kastrierten Katzen passt und wie du heikle Esser umstellst.

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Was Katzen wirklich brauchen

Katzen sind sogenannte obligate Karnivoren. Ihr Stoffwechsel ist auf tierisches Eiweiß und Fett ausgelegt, Kohlenhydrate spielen nur eine Nebenrolle. Einige Nährstoffe kann die Katze nicht oder nur unzureichend selbst bilden und muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Das bekannteste Beispiel ist die Aminosäure Taurin, die für Herz und Augen wichtig ist und in Fleisch, besonders in Herz, vorkommt. Auch Vitamin A und die Fettsäure Arachidonsäure braucht die Katze aus tierischen Quellen.

Deshalb gilt: Hundefutter ist für Katzen ungeeignet, und eine rein vegetarische Ernährung deckt ihren Bedarf nicht. Ein vollwertiges Katzenfutter, das als Alleinfuttermittel deklariert ist, enthält alle nötigen Nährstoffe.

Nassfutter oder Trockenfutter für Katzen?

Die Vorfahren der Hauskatze stammen aus trockenen Regionen und haben ihren Flüssigkeitsbedarf vor allem über die Beute gedeckt. Viele Katzen trinken deshalb wenig aus dem Napf. Nassfutter bringt durch seinen hohen Wasseranteil einen großen Teil der benötigten Flüssigkeit mit, was für Nieren und Harnwege vorteilhaft ist.

Kriterium Nassfutter Trockenfutter
Flüssigkeit hoher Wasseranteil, unterstützt die Wasseraufnahme sehr wenig, Katze muss viel trinken
Energiedichte niedriger, sättigt über das Volumen hoch, Gefahr der Überfütterung
Haltbarkeit offen kurz, Reste in den Kühlschrank lange, trocken und luftdicht lagern
Einsatz Hauptmahlzeiten Futterspielzeug, Ergänzung, Freigänger tagsüber

Viele Tierärzte empfehlen, die Ernährung überwiegend auf Nassfutter aufzubauen. Wer Trockenfutter füttert, sollte die Menge genau abwiegen und dafür sorgen, dass die Katze ausreichend trinkt, etwa mit einem Trinkbrunnen oder mehreren Wasserstellen.

Etikett lesen: Fleischanteil und Deklaration

  • Alleinfuttermittel ist für die tägliche Ernährung gedacht, Ergänzungsfuttermittel nur als Beigabe oder Snack.
  • Die Zutaten stehen in absteigender Reihenfolge nach Gewicht. Fleisch oder tierische Erzeugnisse sollten vorne stehen.
  • „Mit Huhn“ heißt nicht, dass überwiegend Huhn enthalten ist – bei solchen Bezeichnungen kann der Anteil gering sein. Schau in die Zusammensetzung.
  • Bei offener Deklaration siehst du einzelne Zutaten und Anteile, bei geschlossener nur Gruppen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.
  • Zugesetzter Zucker oder Karamell sind für Katzen überflüssig.

Katzenfutter nach Lebensphase und Bedarf

Kittenfutter ist energiereicher und auf das Wachstum abgestimmt; junge Katzen fressen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Adult-Futter deckt den Bedarf erwachsener Katzen. Für kastrierte Katzen gibt es Sorten mit angepasster Energie, denn nach der Kastration sinkt der Energiebedarf, während der Appetit oft steigt – Übergewicht ist eine häufige Folge. Senior-Futter berücksichtigt den veränderten Stoffwechsel älterer Katzen. Spezialfutter für Nieren-, Harnwegs- oder Diabetesprobleme sind Diätfuttermittel und sollten nur nach tierärztlicher Empfehlung gefüttert werden.

Wählerische Katzen und Futterumstellung

Katzen prägen sich früh auf bestimmte Geschmäcker und Konsistenzen. Manche fressen nur Paté, andere nur Stückchen in Soße. Eine Umstellung braucht deshalb Geduld:

  1. Neues Futter in kleinen Mengen unter das gewohnte mischen.
  2. Anteil über ein bis zwei Wochen langsam steigern.
  3. Futter auf Zimmertemperatur anbieten – kalt aus dem Kühlschrank riecht es kaum.
  4. Nicht hungern lassen: Frisst eine Katze über längere Zeit nichts, kann das gefährlich werden. Dann zurück zum gewohnten Futter und tierärztlichen Rat einholen.

Kuhmilch ist kein Katzenfutter: Viele erwachsene Katzen vertragen den Milchzucker schlecht und bekommen Durchfall. Wasser ist das richtige Getränk.

Snacks, Gras und Beschäftigung beim Fressen

Katzensnacks wie getrocknete Fleischstückchen, Cremesnacks aus der Tube oder Knabbertaschen eignen sich gut als Belohnung beim Bürsten oder Krallenschneiden. Sie sind meist Ergänzungsfuttermittel und sollten nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen. Viele Snacks sind energiereicher, als man denkt – ziehe sie bei Katzen mit Gewichtsproblemen vom Futter ab.

Katzengras unterstützt viele Katzen dabei, verschluckte Haare wieder hervorzuwürgen, und wird von Wohnungskatzen gern angeknabbert. Achte darauf, dass in der Wohnung keine giftigen Pflanzen stehen, an denen die Katze stattdessen knabbert, etwa Lilien. Futterspielzeug und Fummelbretter verlangsamen das Fressen und beschäftigen gleichzeitig; das ist besonders für Wohnungskatzen und Schlinger sinnvoll, die ihr Futter sonst in Sekunden verschlingen und danach erbrechen.

Fütterungsalltag: Mengen, Mahlzeiten, Hygiene

Katzen fressen von Natur aus lieber mehrere kleine Mahlzeiten als zwei große. Verteile die Tagesration auf mehrere Portionen oder nutze einen Futterautomaten mit Kühlakku für Nassfutter. Halte das Gewicht im Blick: Rippen sollten fühlbar, aber nicht sichtbar sein. Angebrochenes Nassfutter abgedeckt im Kühlschrank lagern und zügig verbrauchen, Reste im Napf nach einigen Stunden entfernen. Näpfe täglich reinigen, Wasser täglich frisch auffüllen.

Katzenfutter günstig kaufen: worauf beim Preis achten?

Vergleiche Katzenfutter nach Preis pro Kilogramm, nicht nach Dosen- oder Beutelpreis – die Füllmengen unterscheiden sich stark. Multipacks und Großpackungen sind meist günstiger, aber nur sinnvoll, wenn deine Katze die Sorte zuverlässig frisst. Kaufe neue Sorten zuerst einzeln zum Testen. Bei Trockenfutter lohnen große Säcke nur, wenn du sie innerhalb weniger Wochen verbrauchst und luftdicht lagerst, sonst wird das Fett ranzig und die Katze verweigert es. Achte bei Online-Bestellungen auf Versandkosten, denn Nassfutter ist schwer. Ein günstiges Futter, das die Katze stehen lässt, spart am Ende nichts.

Häufige Fragen

Ist Nassfutter besser als Trockenfutter für Katzen?

Für viele Katzen ist Nassfutter die bessere Basis, weil es viel Wasser enthält und Katzen von Natur aus wenig trinken. Das entlastet Nieren und Harnwege. Trockenfutter ist energiedicht und praktisch, sollte aber genau dosiert werden. Viele Halter füttern überwiegend nass und nutzen Trockenfutter als Ergänzung oder im Futterspielzeug.

Warum ist Taurin im Katzenfutter so wichtig?

Taurin ist eine Aminosäure, die Katzen nicht in ausreichender Menge selbst bilden können. Sie ist unter anderem wichtig für Herz und Augen. Ein Mangel kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Vollwertiges Katzenfutter enthält genug Taurin, deshalb solltest du Katzen auch kein Hundefutter als Dauerlösung geben.

Wie viel Futter braucht eine Katze am Tag?

Das hängt von Gewicht, Alter, Aktivität und Kastration ab. Die Fütterungsempfehlung auf der Packung ist ein Startwert. Wiege die Portionen ab, kontrolliere regelmäßig das Gewicht und passe die Menge an. Kastrierte Wohnungskatzen brauchen meist weniger Energie, als die Angaben vermuten lassen.

Meine Katze frisst das neue Futter nicht. Was tun?

Stelle langsam um und mische das neue Futter in kleinen Mengen unter das gewohnte. Biete es zimmerwarm an, denn Geruch ist für Katzen entscheidend. Lass die Katze nie längere Zeit hungern, weil das gesundheitlich gefährlich werden kann. Frisst sie weiterhin nicht, kehre zum alten Futter zurück und frag den Tierarzt.

Dürfen Katzen Milch trinken?

Kuhmilch ist für erwachsene Katzen nicht geeignet, weil viele den Milchzucker schlecht verdauen und Durchfall bekommen. Wasser ist das richtige Getränk. Spezielle Katzenmilch mit reduziertem Laktosegehalt ist als gelegentlicher Snack möglich, zählt aber zur Energiezufuhr und ersetzt kein frisches Trinkwasser im Napf.

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